Inflationsausgleichsgesetz: Steuerliche Mehrbelastungen abfedern, Familien unterstützen

08. Nov 2022

Das Bundeskabinett hat am 14.09.2022 einen Gesetzentwurf für ein Inflationsausgleichsgesetz zum Ausgleich inflationsbedingter Mehrbelastungen durch einen fairen Einkommensteuertarif sowie zur Anpassung weiterer steuerlicher Regelungen beschlossen. Das Gesetz beinhaltet insbesondere folgende Maßnahmen:

  • Die Aktualisierung des Einkommensteuertarifs für die Jahre 2023 und 2024 durch den Ausgleich der Effekte der kalten Progression im Verlauf des Einkommensteuertarifs und die Anhebung des Grundfreibetrags entsprechend den voraussichtlichen Ergebnissen des 14. Existenzminimumberichts und des 5. Steuerprogressionsberichts. Gleichermaßen wird der Unterhaltshöchstbetrag angehoben, der an die Höhe des Grundfreibetrags angelehnt ist.
  • Die Anhebung des Kinderfreibetrags für die Jahre 2023 und 2024 entsprechend dem voraussichtlichen Ergebnis des 14. Existenzminimumberichts:
  • Für 2023 soll der Kinderfreibetrag für jeden Elternteil von 2.810 Euro um 70 Euro auf 2.880 Euro erhöht werden. Insgesamt soll demnach der im Veranlagungszeitraum 2023 für ein Kind insgesamt zu berücksichtigende Kinderfreibetrag auf 5.760 Euro angehoben werden. Nach den aktuellen Plänen ergibt das für 2023 zusammen mit dem Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf (2.928 Euro) einen zur steuerlichen Freistellung des Kinder­existenzminimums dienenden Betrag von insgesamt 8.688 Euro.
  • Für 2024 soll der Kinderfreibetrag für jeden Elternteil von 2.880 Euro um 114 Euro auf 2.994 Euro angehoben werden. Insgesamt ergibt sich nach diesen Plänen ab dem Veran­lagungszeitraum 2024 für ein Kind ein insgesamt zu berücksichtigender Kinderfreibetrag von 5.988 Euro. Das heißt: Zusammen mit dem Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf liegt der zur steuerlichen Freistellung des Kinderexistenzminimums dienende Betrag 2024 dann bei insgesamt 8.916 Euro.
  • Anhebung des Kindergelds für das erste, zweite und dritte Kind auf einheitlich 237 Euro pro Monat zum 01. Januar 2023 (ab dem vierten und jedem weiteren Kind 250 Euro pro Monat).
  • Die nachträgliche Anhebung des Kinderfreibetrags und des Unterhaltshöchstbetrags für das Jahr 2022.
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