Zum Glück gehören zwei oder drei oder mehr

Jeder ist seines Glückes Schmied – soll das wirklich heißen, dass man es selbst in der Hand hat, ob man sich glücklich fühlt oder nicht? Mag sein. Bevor man das Eisen jedoch, im realen wie im übertragenen Sinn, bearbeiten kann, braucht es ein ordentliches Feuer. Das kann man natürlich allein anfachen, aber gemeinsam geht es doch leichter.

Seit einer Weile gibt es Gruppen von „Glücksschmieden“, die sich treffen, um von glücklich machenden Begebenheiten zu berichten, froh stimmende Texte zu lesen, zu lachen und einfach zusammen zu sein. Sie fachen das Glücksgefühl also immer neu an und bestärken sich gegenseitig. Ihre Erfahrung zeigt, dass es gemeinsam leichter fällt, positiv zu denken und dem Leben eine gute (neue) Richtung zu geben. Für diese „Glückshandwerker“ gilt der Grundsatz, dass das eigene Glücksempfinden zwar zu je dreißig Prozent von den Genen und den Lebensumständen beeinflusst ist – aber auch zu vierzig Prozent vom eigenen Willen. Man kann sich also konkret dafür entscheiden, glücklich zu sein. Anschluss an Glücksgruppen findet man bei Selbsthilfeorganisationen, in Volkshochschulen oder bei Onlineportalen wie Meetup.com. Dabei setzt man um, was Voltaire so formuliert hat: „Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein.“

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen