Weil jeder Cent zählt...

Ausgaben für den Job können Arbeitnehmer beim Finanzamt geltend machen – Werbungskosten senken die Steuerlast. Vom Finanzamt werden Kosten für den Job pauschal mit 1.000 Euro berücksichtigt. Es lohnt sich durchzurechnen, ob die jährlichen Kosten für den Beruf die Pauschale übersteigen. Wenn das der Fall ist, sollten Arbeitnehmer die Mehrausgaben einzeln in einer
Anlage N auflisten. Auch Heilberufler im Ruhestand können Werbungskosten absetzen. Zwar fällt hier die Pauschale mit 102 Euro pro Jahr deutlich geringer aus, übersteigen die Kosten aber etwa durch einen Rechtsstreit um die Rente oder eine Rentenberatung die Pauschale, berücksichtigt sie der Fiskus. Ausgaben für Rentner werden in der Anlage R angegeben. In jedem Fall gilt: Belege aufbewahren. Mehrausgaben müssen detailliert anhand der Rechnungen nachgewiesen werden. Eine Einreichung mit der Steuer ist zwar nicht notwendig, die Belege sollten aber mindestens bis zur Bestandskraft des Steuerbescheides aufbewahrt werden.

Als Werbungskosten können Arbeitnehmer Ausgaben geltend machen für:

  • Kontogebühren, Fachliteratur, einen berufsbedingten Zweitwohnsitz oder Arbeitsmittel. Dazu zählen z. B. Schreibtisch, PC, Smartphone. Seit 2018 gilt: 952 Euro pro Gerät. Gleiches gilt für den Kauf, die Reparatur oder Reinigung von Arbeitskleidung. Teurere Geräte müssen über mehrere Jahre abgeschrieben werden. Der PC nimmt ein Sonderrolle ein – i. d. R. berücksichtigt der Fiskus nur die Hälfte des Kaufbetrages.
  • Weiter- und Fortbildungskosten: Seminarkosten, Ausgaben für Fahrt, Verpflegung und Unterkunft. Voraussetzung dafür ist: Der Chef darf die Kosten nicht übernehmen. Gleiches gilt für Besuche von Messen, Tagungen und Kongressen.
  • Reisekosten können Arbeitnehmer pauschal oder individuell abrechnen. Das lohnt sich laut VLH nur für Arbeitnehmer, die dienstlich viel unterwegs sind. Pauschal werden für das eigene Auto 30 Cent/km erstattet. Bei Dienstreisen zählt jeder Kilometer – also Hinweg und Rückweg. Beim täglichen Arbeitsweg gilt die Pendlerpauschale – also nur der einfache Weg.
  • Den beruflich motivierten Umzug: Kosten für den Makler, das Inserat und den Möbeltransport, Trinkgeld für die Möbelpacker und Renovierung der alten Wohnung. Seit 01. April 2019 liegt die Pauschale bei 811 Euro für Ledige, für Verheiratete sind es 1.622 Euro, für Kinder 357 Euro.
  • die Bewerbung: Kosten für Fotos, Bewerbungsmappen, das Porto und die Fahrt zum Vorstellungsgespräch sind absetzbar.

meditaxa Redaktion | Quelle: A&W online

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