Gute Wünsche gegen schlechte Laune

Eigentlich haben wir es immer schon gewusst. Geht es einem schlecht, hilft es wenig bis gar nicht, darüber nachzudenken, wie gut man es doch hat. Oder wie viele Menschen es gibt, denen es noch schlechter geht. Jetzt haben Forscher an
der Iowa State University in den USA herausgefunden, was wirklich hilft, wenn die Nacht zu kurz war, der Regen zu nass, der Kaffee zu schwach und die Laune mal wieder auf dem Tiefpunkt ist.

Nahezu 500 Studentinnen und Studenten wurden in Gruppen eingeteilt und sollten auf dem Campusgelände umhergehen. Die einen sollten überlegen, worin sie den Mitmenschen, denen sie begegneten, überlegen waren. Für die zweite Gruppe war Empathie angesagt, sie sollten sich in die Passanten hineinversetzen und versuchen herauszufinden, was sie mit ihnen verband, sei es durch Äußerlichkeiten oder ob die Personen wohl die gleichen Gefühle hegen wie sie selbst. Dann kamen die „Glückwünschenden“ an die Reihe, sie sollten allen, auf die sie trafen, in Gedanken ein gutes Leben, Gesundheit, Wohlbefinden oder einfach Glück wünschen.
Die Fragebögen zur Erfassung der momentanen Stimmung, die vor und nach dem Experiment ausgefüllt wurden, zeigten deutlich: Empathie und dem-Anderen-wohl-wollen lohnen sich, die Laune der Probandinnen und Probanden hatte sich nachhaltig verbessert.
Kann also ein ehrlich gemeintes „Hab einen schönen Tag“ und ein Lächeln das Gefühl, dass heute alles schiefläuft, wieder geradebiegen? Es kann, man sollte
nur knapp fünfzehn Minuten an den guten Wünschen dranbleiben. Dann kann der guten Laune auch der wässerige Kaffee nichts mehr anhaben.

© olly / AdobeStock

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