„Ohhh happy day...!“

„Ich singe nicht, weil ich glücklich bin, sondern ich bin glücklich, weil ich singe.“ Diese Erfahrung kann man mühelos machen, wenn man inmitten einer Meute von singenden Menschen steht und mitträllert. Ob es sich dabei um einen hochrangigen Klassikchor handelt, in den man nur nach einer musikalischen Eignungsprüfung aufgenommen wurde, oder um ein paar Leute, die am Lagerfeuer „Yellow Submarine“ grölen, ist eigentlich egal. Der Effekt ist der gleiche: Die Atmung vertieft sich, die Muskeln entspannen, Wohlfühlhormone werden ausgeschüttet und der ganze Körper beginnt zu schwingen.
Was wiederum bewirkt, dass das Immunsystem gestärkt wird, die Synapsen im Gehirn neu verknüpft werden und depressive Verstimmungen sich in Luft auflösen. Das Mitmachen ist allerdings entscheidend, denn Musik lediglich hören hat nicht die beschriebene Wirkung.

Trotz der „Superstars“ oder „Talente“, die in unzähligen Castingshows den Eindruck erwecken, dass viel gesungen wird, ist das Gegenteil der Fall. Es ist Zeit, das zu ändern und denen Mut zu machen, die denken, dass sie nicht singen können. Denn im Grunde kann jeder singen, der sprechen kann. August oder September, wenn das neue Schuljahr beginnt und Chöre sich nach der Sommerpause wieder regelmäßig zu ihren Proben treffen, kann ein guter Zeitpunkt für einen Einstieg sein. Da Chöre oft an schwindenden Mitgliederzahlen leiden, sind neue Sängerinnen und Sänger immer gern gesehen. Um den Einstieg zu erleichtern, kann man sich eine Gruppe suchen, deren Lieder den eigenen Musikgeschmack wiederspiegeln. Chorerfahrene wissen jedoch, dass es eigentlich egal ist, was einstudiert wird, das erhebende Gefühl stellt sich zuverlässig und von selbst ein. Denn jeder Tag, an dem man singt, ist ein glücklicher Tag.

Foto: Designed by yanalya / Freepik


INFO
  • Chöre in der Umgebung findet man über: www.deutscher-chorverband.de
  • Alle, die ihr stimmliches Können für ungeeignet halten, suchen im Internet einen „Ich-kann-nicht-singen-Chor“ (in die Suchmaschine eintippen), dort treffen sie auf Gleichgesinnte, die gemeinsam einfache Stücke singen.
  • Buchtipp: „Die heilende Kraft des Singens“, W. Bossinger

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