Sog. Laienwerbeverbot gilt auch für verschreibungspflichtige Rezeptur- und Defekturarzneimittel

Das in § 10 Heilmittelwerbegesetz verankerte Verbot der Werbung für verschreibungspflichtige Arzneimittel gegenüber einem sog. Laienpublikum gilt auch für in der Apotheke selbst hergestellte Arzneimittel. Eine einschränkende Auslegung des HWG ist nicht geboten. Wird der Name eines Produkts im Domainnamen der Apotheke genannt, stellt dies eine produktbezogene Werbung dar. Dies gilt auch für die sofortige Präsentation eines Produkts beim Öffnen einer Internetseite, ohne dass der Nutzer noch weitere Suchschritte unternehmen muss.

Quelle: OLG Stuttgart, Urteil vom 27.09.2018 – 2 U 41/18

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