Videosprechstunde für alle Indikationen geöffnet

Die Möglichkeiten zur Anwendung der Videosprechstunde werden ausgeweitet. Zum 01.04.2019 haben KBV und GKVSpitzenverband den EBM dahingehend angepasst. Unter anderem wurde die Vorgabe aufgehoben, dass Videosprechstunden ausschließlich zum Zweck der Verlaufskontrolle bei definierten Krankheitsbildern und Indikationsbereichen angewendet werden können.
Bis Ende September soll festgelegt werden, welche Maßnahmen zur weiteren Förderung von Videosprechstunden nötig sind. Der Bewertungsausschuss soll prüfen, ob und wie für die Abrechnung der Videosprechstunde eine der Versicherten-, Grund- und Konsiliarpauschalen analoge Vergütungssystematik geschaffen werden kann. Durch den Wegfall der definierten Krankheitsbilder können jetzt auch Psychotherapeuten Leistungen der Videosprechstunde nach der GOP 01439 für die Betreuung der Patienten sowie den Technikzuschlag (GOP 01450) abrechnen.

Die Videosprechstunde wurde darüber hinaus für Pflegefallkonferenzen zwischen Ärzten bzw. Psychotherapeuten und der Pflegekraft angepasst, bei der keine Patienten einbezogen sind. Dafür kann die GOP 01450 neben den GOP 37120 (Fallkonferenz Pflegeheim) und 37320 (Fallkonferenz Palliativversorgung) abgerechnet werden. Videosprechstunden zwischen Vertragsärzten bzw. Vertragspsychotherapeuten und Pflegebedürftigen, eventuell unterstützt durch Bezugspersonen, können (weiterhin) auf Basis der bestehenden Regelungen im EBM erfolgen.

Quelle: Beschluss des BewA vom 29.03.2019

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