Werbungskosten: Das können Ärzte, die vermieten, bei der Steuer absetzen

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Sind Ärzte Eigentümer einer vermieteten Immobilie, können diese meist mehr Ausgaben als Werbungskosten steuerlich geltend machen, als sie denken. Wer vermietet hat schließlich sehr viele Ausgaben: Die Suche nach einem neuen Mieter, die Wohnungsverwaltung, Fahrten zur Immobilie, sogar die Müllabfuhr. In unserem Überblick zeigen wir Ihnen, welche Ausgaben sich steuerlich lohnen:

Mietersuche
Maklerhonorar, Gebühren für Inserate oder die Ausstellung eines Energieausweises – alle Kosten, die dabei entstehen, einen Mieter zu finden, gelten als Werbungskosten.

Unterhalt der Immobilie
Alles, was mit dem Unterhalt der Immobilie zu tun hat, können Vermieter in der Steuererklärung angeben: Grundsteuer, Kanalgebühren und Kabelanschluss sowie Ausgaben für Hausmeister, Kaminkehrer, Müllabfuhr, Winterdienst und Gartenpflege. Dazu kommen Ausgaben für die Überprüfung, Wartung oder Reinigung von Feuerlöschern, Rauchmeldern, Kanalisation, Dachrinne, Gas-, Wasser- und Heizungsanlagen. Laufende Aufwendungen dürfen auch dann abgesetzt werden, wenn die Wohnung kurzzeitig leer steht, aber nachweislich vermietet werden soll.

Anwaltsgebühren und Prozesskosten
Geht ein Streit mit dem Mieter oder mit einer beauftragten Handwerkerfirma vor Gericht, kann der Vermieter die Anwaltsgebühren und Prozesskosten absetzen. Dazu kommen die Kosten für Räumung, Wohnungsreinigung und Renovierung, wenn ein Mieter wegen eines Gerichtsbeschlusses ausziehen muss.

Verwaltung
Kosten für Büromaterial, Porto, Telefonate, Fachliteratur und spezielle Software sowie die Kontoführungsgebühren für ein gesondertes Konto können als Werbungskosten angegeben werden.

Fahrten und Aufenthalt
Fährt der Vermieter zur Bank oder zur Eigentümerversammlung oder besorgt er zum Beispiel im Baumarkt Streusalz, kann er die Fahrten mit 30 Cent pro gefahrenen Kilometer abrechnen. Gleiches gilt, wenn er zu einer Immobilie fährt, um diese Interessenten zu zeigen oder etwas zu reparieren. Nachweise wie Rechnungen oder ein Fahrtenbuch sollte er vorlegen können. Ist die Immobilie weit vom Wohnort des Vermieters entfernt, kann er auch Übernachtungskosten und eine Verpflegungspauschale ansetzen.

Beratungskosten und Mitgliedsbeiträge
Mitgliedsbeiträge für den Haus- und Grundbesitzerverein oder Versicherungen für die Immobilie oder deren Vermietung sind steuerlich voll absetzbar. Beau_ ragt der Vermieter einen Lohnsteuerhilfeverein oder Steuerberater, die Steuererklärung zu erstellen, so kann er die Mitgliedsgebühr oder die Beratungskosten anteilig ansetzen.

meditaxa Redaktion | Quelle: A&W online

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