Bilanz: Ein Jahr DS-GVO

Die befürchtete Abmahnwelle ist zwar weitestgehend ausgeblieben, dennoch gibt es weiterhin Herausforderungen, die das Gesundheitswesen meistern muss. Besondere Anforderungen an die Verarbeitung der Sozialdaten für Forschungszwecke und die Einwilligung der Betroffenen haben weiterhin höchste Priorität – trotz Forschungsfreiheit darf gerade bei sensiblen Gesundheitsdaten der Schutz der Betroffenen nicht aus dem Auge verloren werden. Grundsätzlich bestehen gegen die elektronische Patienten- und Gesundheitsakte keine Bedenken. Dennoch ist die Datenhoheit der Versicherten zu schützen. Vorbildlich sind insofern die datenschutzrechtlichen Überlegungen der verschiedenen Register im Gesundheitswesen (z. B. Krebsregister, Transplantationsregister). Für die Verwendung von Gesundheits-Apps hat das Bundesministerium für Gesundheit eine Arbeitsgemeinschft eingerichtet, damit Einzelheiten der Patienten-Compliance und Sicherheitsfragen geklärt werden können. Messenger-Dienste sollten aus datenschutzrechtlichen Gründen mit Vorsicht zu genießen sein. Hier können gesundheitsbezogene Daten betroffen sein, die nach Art. 9 Abs. 1 DS-GVO einen besonders hohen Schutz genießen.

Quelle: www.bfdi.bund.de/DE/Infothek/Pressemitteilungen/2019/16_27_TB.html

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