Der Router-Trick: Energiesparen leicht gemacht – auch für die Praxisräume

Die Herbst- und Wintermonate bedeuten nicht nur in den eigenen vier Wänden aufgedrehte Heizungen – auch in Arztpraxen laufen die Heizkörper bei niedrigen Temperaturen auf Höchststufe und die Beleuchtung darf an trüben Tagen auch schon mal acht bis zehn Stunden eingeschaltet bleiben. Energiepreise und Umweltbewusstsein machen es umso lohnenswerter für Praxisinhaber, einen genaueren Blick auf den Energieverbrauch geschäftlich genutzter Praxisräume zu werfen. Befindet sich die eigene Praxis nicht gerade in einem modernen Neubau mit zentralem Energie-Management können Praxisinhaber, die ihre Praxis in einem älteren Gebäude führen, zu wirksamen Tricks greifen, um Kosten zu senken und das Klima zu schonen. Ursprünglich für private Haushalte entwickelt, ist die „Smart Home“-Technik eine gute und relativ preiswerte Lösung. Die benötigten Komponenten können den Energieverbrauch senken und unerkannte Energiefresser aufspüren. Dafür werden vernetzte Schaltsteckdosen benötigt, die elektrische Geräte wie Drucker, Fax und Labortechnik außerhalb der Praxiszeiten vollständig vom Stromnetz trennen, denn selbst im „Stand-by-Modus“ verbrauchen elektrische Geräte weiterhin Strom. Das klingt erstmal nach „wenig“, in Summe kommt übers Jahr aber einiges an Kosten zusammen, die man sich hätte sparen können. Ein weiterer Vorteil der vernetzten Zwischenstecker ist ein eingebauter Verbrauchszähler, der misst, wie viel Energie welches Gerät verbraucht.
Auch hier kann vielleicht im Nachgang das ein oder andere überholte Gerät gegen ein neues energiesparendes Gerät ausgetauscht werden. Um ein solches „Netzwerk“ umzusetzen wird für jeden zu regelnden elektrischen Verbraucher eine Schaltsteckdose benötigt.
Analog zur Stromregulierung durch vernetzte Steckdosen können mit einem Raumtemperatursensor vernetzte Thermostat-Regler die Heizleistung an den tatsächlichen Bedarf anpassen. Anbieter dieser Regulierungslösung versprechen eine Kostenreduktion von bis zu 30 Prozent. Hierbei ist zu beachten, dass für jeden Heizkörper ein vernetzter Thermostat-Regler angeschafft werden muss.
Sind alle Geräte und Heizkörper mit den entsprechenden Reglern und Steckdosen ausgestattet, wird natürlich noch eine Steuerungsbasis benötigt, mit der alle Regler und Steckdosen gesteuert werden können. Wichtig ist, dass eine solche Smart-Home-Basis alle eingesetzten Komponenten unterstützt. Und da kommt in den meisten Fällen der Praxis-Router ins Spiel, über den bereits Internetzugang und Telefonverbindung geliefert werden: Einige Telekom-Modelle, aber insbesondere die „Fritzbox“-Modelle besitzen bereits Smart-Home-Funktionen, über die die angescha en Komponenten steuerbar sind. Es lohnt sich also zu prüfen, ob der Praxis-Router Smart-Home-Funktionen besitzt, dann ist für den Einstieg in eine vernetzte Licht-, Elektro- und Heizungssteuerung nur noch mit geringen Mehrausgaben zu rechnen, deren Amortisation durch eingesparte Energiekosten nicht lange auf sich warten lässt.

Weitere Einsparpotentiale:
• Umrüsten auf LED-Leuchten
• Bewegungsmelder installieren, um unnötige Beleuchtung zu vermeiden
• Einsatz von tageslichtabhängiger Lichtsteuerung, um Tageslicht optimal zu nutzen


INFO

Mess-Steckdosen gibt es bereits ab ca. 40 Euro, Smart-Home-Thermostatregler ab ca. 40 Euro pro Stück und, sollte der Router keine Smart-Home-Funktionen integriert haben, Smart-Home-Basen ab ca. 100 Euro.


meditaxa Redaktion

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