Grundsteuerreform verabschiedet

01. Feb 2018

Bereits 2018 hatte das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass die bisherige Einheitsbewertung für Grundstücke verfassungswidrig ist. Bis Ende 2019 hatte somit der Gesetzgeber für eine Neuregelung zu sorgen.
Diese wurde am 08.11.2019 vom Bundesrat verabschiedet und wird demnächst im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Die 3-stufige Struktur der Grundsteuer bestehend aus Grundstücksbewertung, Multiplikation des Grundstückswerts mit Steuermesszahl und Multiplikation der Messzahl mit einem Hebesatz der Kommune bleibt grundsätzlich erhalten.
Die Grundstücksbewertung richtet sich künftig im Wesentlichen nach der Größe und dem Wert des Bodens, der Höhe der erzielbaren Mieteinnahmen und dem Alter des Gebäudes. Bei unbebauten Grundstücken ist dies der Wert, den der zuständige Gutachterausschuss der Kommune ermittelt.
Ist das Grundstück bebaut, werden bei der Berechnung der Steuer auch die Mieterträge berücksichtigt. Als Vereinfachung kann für Ein- und Zweifamilienhäuser, Mietgrundstücke und Eigentumswohnungen ein durchschnittlicher Sollertrag in Form einer Nettokaltmiete pro Quadratmeter abhängig von der Lage des Grundstücks angenommen werden. Die Neuregelung tritt zum 01.01.2025 in Kraft.

Wie die Finanzverwaltung personell die Bewertung aller deutschen Grundstücke schaffen will, bleibt zunächst abzuwarten.

Quelle: meditaxa Redaktion | Quelle: A&W 09/19

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