Befunde faxen – ist das noch datenschutzkonform?

Wer heute noch ein Fax benutzt, sieht sich oftmals mit der Frage konfrontiert „Was, Sie faxen noch?!“. In der Tat besitzen unter anderem sehr viele Arztpraxen noch ein Faxgerät
– denn Digitalisierung hin oder her, es gibt schließlich einige öffentliche Einrichtungen, die tagtäglich auf ihr Faxgerät zurückgreifen (müssen). Die Initiative #faxendicke setzt sich zwar weiterhin für die Abschaffung der Faxgeräte ein – Auszug meditaxa Ausgabe 89: „Faxen ist eine veraltete Technologie, die unterschätzte Sicherheitsrisiken birgt. Faxgeräte bieten Hackern leichten Zugang – 80 Prozent sensibler Patientendaten, wie Arztbriefe, Befunde, Bescheinigungen und Auskünfte gegenüber Krankenkassen werden auf diesem Weg kommuniziert. Bisher galt das Faxen als rechtssicherer Weg, doch das ist ein Irrtum: Der Sendebericht mit dem Vermerk „ok“ bestätigt nicht das Erhalten des Faxes beim Empfänger, sondern nur, dass eine Verbindung von Fax zu Fax zustande gekommen ist. Die Datenübertragung ist dem Fall außen vor.“ Aber selbst bei Patienten kommt es noch vor, dass diese darum bitten, ihre Befunde per Fax zu erhalten. Was also tun?
Lässt sich der Weg zum Fax nicht umgehen, sollte ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass dieser Übertragungskanal nur in Ausnahmefällen für sensible Patientendaten genutzt werden darf. Ärzte müssen sichergehen können, dass wirklich nur die betroffenen Patienten von ihrem Fax Kenntnis erlangen. Vom Schicken eines Faxes in ein Großraumbüro ist abzuraten. Es empfiehlt sich, parallel zum Faxen des Dokuments mit dem Patienten zu telefonieren und sich den Erhalt des Faxes bestätigen zu lassen.

meditaxa Redaktion

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