Die Anstellung zahnärztlicher Mitarbeiter bedarf stets vorheriger Genehmigung

Die Anstellung von Zahnärzten muss vorab genehmigt werden, so das Bundessozialgericht. Bei Missachtung werden Honorare zurückgefordert, disziplinar- und strafrechtliche Verfahren können folgen. Dabei ist die Genehmigung von angestellten Zahnärzten reine Formsache. Wer Zahnärzte anstellen, Vorbereitungsassistenten oder Entlastungsassistenten beschäftigen möchte, muss eine Genehmigung durch die zuständigen Behörden (Zulassungsausschuss bzw. KZV) einholen.
Alle Genehmigungen sind vor Beginn der Beschäftigung des Mitarbeiters einzuholen. Ohne vorherige Genehmigung dürfen Leistungen für gesetzlich versicherte Patienten weder erbracht noch abgerechnet werden. Die formalen Anforderungen verschärfen sich tendenziell.
So urteilte das BSG, dass auch die „interne“ Vertretung zwischen angestellten Ärzten im MVZ – wie bei externer Vertretung bei mehr als drei Monaten genehmigungspflichtig sei.
Die vertretungsweise erbrachten Leistungen der angestellten MVZ-Ärzte seien demnach nur zu vergüten, wenn vorher eine Genehmigung über die Vertretung eingeholt wurde.

Quelle: BSG-Urteil vom 30.10.2019, B6 KA 9/18 R

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