Orientierungswert steigt zum 01.01.2021 um 1,25 Prozent auf 11,1244 Cent

03. Nov 2020


Die Honorarverhandlungen für das Jahr 2021 sind beendet. Der Erweiterte Bewertungsausschuss hat eine Erhöhung des Orientierungswerts für alle ärztlichen und psychotherapeu­tischen Leistungen in Höhe von 1,25 Prozent beschlossen. Damit steigt der Orientierungswert zum 01.01.2021 von aktuell 10,9871 Cent auf zukünftig 11,1244 Cent.

Die Anhebung des Orientierungswerts und damit der Vergütung für sämtliche ärztliche Leistungen um rund 1,25 Prozent entspricht einem Honorarplus in Höhe von insgesamt knapp 500 Mio. Euro, so die KBV. Der Orientierungswert wird bei der Abrechnung ärztlicher Leistungen im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung mit dem festgelegten Punktwert der entsprechenden EBM-Nr. multipliziert.


BEISPIEL

Ein Kassenhonorar, das im Rahmen einer Grundpauschale für einen Patienten im Alter von 55 bis 75 Jahren (EBM-Nr. 03004; 148 Punkte) an den Hausarzt fließt, erhöht sich kaum merklich von bislang 16,26 Euro (= 148 Punkte x 0,109871 Euro) auf 16,46 Euro (= 148 Punkte x 0,111244 Euro).

Die Honorar-Entscheidung sei laut KBV im Erweiterten Bewertungsausschuss gegen die Stimmen der KBV getroffen worden. KBV-Vorstand Dr. Andreas Gassen äußerte sich enttäuscht bezüglich der Entscheidung: „Das ist eine grobe Missachtung der Leistungen der niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen.“ Milliarden erhielten die Krankenhäuser und der Öffentliche Gesundheitsdienst, die Vertragsärzte allerdings gingen „leer“ aus, so Gassen.


meditaxa Redaktion; www.kbv.de

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