Kodierungsunterstützung für Praxen

09. Nov 2021

Vertragsärzte und Vertragstherapeuten sind seit dem Jahr 2000 gesetzlich dazu verpflichtet, jede Behandlungs­diagnose so spezifisch wie möglich mit ICD-10-GM-Kodes zu verschlüsseln. Da korrektes Kodieren komplex ist, hat der Gesetzgeber die KBV im Rahmen und mit der Einführung des Terminservice- und Versorgungsgesetz beauftragt, zum  01. Januar 2022 Regelungen zur Vergabe und Übermittlung der Kodes festzulegen. Praxen erhalten dabei einen digitalen Helfer, der beim Verschlüsseln von Diagnosen unterstützen soll, um zügig den passenden Kode zu finden. Er wird in das Praxisverwaltungssystem (PVS) eingebunden, läuft im Hintergrund als Kodier-Check ab und steht Ärzten sowie Psychotherapeuten direkt beim Kodieren zur Verfügung. Stellt die Kodierunterstützung Unstimmigkeiten fest, gibt sie einen Hinweis auf einen spezifischeren Kode mit Direktauswahl. Natürlich muss der entsprechende Vorschlag nicht zwangsläufig als Kodierung der Diagnose ausgewählt werden. Mit dieser Kodierunterstützung kommen keine neuen Regeln oder Vorgaben: Basis ist und bleibt die ICD-10-GM.

meditaxa Redaktion | Quelle: kbv.de

Foto:© jannoon028 / Freepik

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